Ferien-/Wochenendhaus

Ferienhäuser sind nicht nur romantisch und ein angenehmer Luxus, sondern vielfach auch teuer. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn es sich um ein Domizil an der Küste oder in den Bergen handelt. Von daher sollte das Ferien- oder Wochenendhäuschen ebenso wie das Familienheim durch eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung geschützt sein. In diesem Zusammenhang kommt die Hausratpolice zum Beispiel für Schäden nach einem Einbruch auf, die Gebäudeversicherung hingegen leistet für Schäden nach einem Feuer oder Sturm. Im Grundschutz der Ferienhausratversicherung sind in der Regel folgende Leistungen enthalten:

• Versicherungsschutz für den gesamten Hausrat
• für Bargeld bis 500 Euro
• für Urkunden und Sparbücher bis 2.000 Euro
• für Schmuck, Briefmarken oder Münzen bis 5.000 Euro
• Küchen oder Einbaumöbel, soweit es keine Einzelanfertigungen sind
• Mobiliarverglasung von Schränken, Vitrinen, Spiegel, Aquarien, Terrarien und Glas-keramikkochflächen

Die gerade genannten Sachen sind versichert gegen Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion, Fahrzeuganprall, Leitungswasser, Rohrbruch, Frost sowie gegen Sturm und Hagel. Gleiches gilt für die Elementargefahren Erdbeben, Erdrutsch, Erdsenkung, Überschwemmung, Lawinen und Schneedruck. Allerdings sind die Ereignisse Erdbeben und Überschwemmung nicht in jedem Land versicherbar. In den Versicherungsschutz eingeschlossen ist zusätzlich der Einbruchdiebstahl, der Vandalismus oder die mutwillige Beschädigung. Letzterer allerdings nur bis 1 Prozent der Versicherungssumme (maximal 5.000 Euro).

In der Regel leistet die Hausratversicherung nur in der versicherten Hauptwohnung. Einige Versicherer bieten jedoch eine Hausratversicherung mit einer so genannten Mobildeckung an. Wer über eine solche Mobildeckung nicht verfügt, für den ist eine eigenständige Hausratversicherung für die Ferienwohnung erforderlich. Auf Wunsch lassen sich auch solche Schäden in der Gebäudeversicherung versichern. Allerdings ist hierfür Voraussetzung, dass das Gebäude maximal zu 30 Prozent fremd vermietet ist. Dafür gilt der Versicherungsschutz nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch in vielen anderen Staaten.

Der Nachteil für die Absicherung einer Ferienwohnung: Grundsätzlich sehen die Versicherer in den nur zeitweise bewohnten Ferien- oder Wocheendhäusern ein besonders hohes Einbruchsrisiko gegenüber ständig bewohnten Häusern und verlangen deshalb extrem hohe Versicherungsprämien. Wer dieses Problem umgehen will, sollte sein Feriendomizil auch während der eigenen Abwesenheit vermieten. In diesem Fall wird der monatliche Beitrag wieder günstiger. Wer sicher gehen will, wählt die Tarifvariante mit Mobildeckung sowie einer zusätzlichen Abdeckung des Hausrats in Wochenendhäuser, Ferienwohnungen, Wohnmobilien und Wohnwagen. Interessenten können hierzu abhängig vom Land, indem sich die Ferienwohnung befindet, Angebote online einholen. In einigen bestimmten Ländern muss ein entsprechendes Angebot sogar erst angefordert werden. Zudem kann ein Berater vor Ort weiterhelfen und nach einer genauen Bedarfsanalyse auch ein passendes Angebot erstellen.

Zum Hausratversicherungs-Vergleich

Je nach Versicherer können die Beiträge für die normale Hausratversicherung und die für Ferienwohnungen enorm auseinanderklaffen. So kostet zum Beispiel ein normales, ständig bewohntes Einfamilienhaus im Norden mit einer Versicherungssumme von 65.000 Euro bei einem Direktversicherer ca. 80 Euro Jahresprämie. Für denselben Ort zahlt ein Versicherer für ein Ferien- bzw. Wochenendhaus bereits das Zehnfache für die gleiche Versicherungssumme, nämlich 720 Euro Jahresprämie. Liegt ein Wochenendhaus dann auch noch außerhalb eines Ortes, fallen nunmehr schon 1.240 Euro als Jahresprämie an. Die enormen Preissprünge werden durch die Versicherer durch das hohe Einbruchsrisiko begründet, zudem sind Ferienwohnungen in Ballungszentren gefährdeter als auf dem platten Land.

Entsprechendes Preisverhältnis gilt auch für die Gebäudeversicherung für ein Ferienhaus. Auch diese sind in den meisten Fällen dreimal so teuer wie für ein normales Einfamilienhaus. Teilweise können Ferienhäuser in der Gebäudeversicherung überhaupt nicht versichert werden. Hier werden die Preissprünge damit begründet, dass zum Beispiel Sturmschäden erst nach einer Verzögerung entdeckt werden und der hierdurch zwischenzeitlich eindringende Regen noch größeres Unheil anrichten kann. Andererseits haben Ferienbesitzer dennoch die Möglichkeit, Beiträge zu sparen, denn innerhalb der Hausratversicherung zählt buchstäblich jedes Kleindungsstück. Wer seinen Jahresbeitrag reduzieren will, tut gut daran, auf seinen gut gefüllten Kleiderschrank zu verzichten. Auch ein ständig anwesender Nachbar sowie das anbringen von Alarmanlagen kann den Versicherungsbeitrag erheblich drücken. Gleiches gilt für die Gebäudeversicherung, auch hier kann der Hinweis helfen, dass das Haus regelmäßig von Freunden inspiziert wird und dass auch Nachbarn bei einem Unglück sofort an Ort und Stelle wären.

Hinweis: Nur wenige Versicherungsgesellschaften bieten eine eigenständige Hausratversicherung an, daher sollte stets abgewogen werden, ob man besser das Ferienhaus durch eine Mobildeckung innerhalb der Hausratversicherung absichert oder aber eine eigenständige Versicherung hierzu abschließt.

Türen als zentraler Punkt von Ferienimmobilien

Laut Statistik steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche ständig an. Von daher ist es empfehlenswert, Gebäude und Ferienimmobilien gegen Einbruch zu sichern. Aktiver Einbruchschutz kann dabei sowohl an den Türen als auch an den Fenstern geleistet werden. Vorteile bieten hier insbesondere so genannte Fensterstangenverschlüsse, die den oberen und den unteren Fensterrahmen durch eine Stange verankern und somit einen besonderen Schutz gewährleisten. Diese Sicherung gibt es auch für nicht armierte Kunststofffenster. Anbieter für solche stabilen Stangenriegelschlösser ist die Firma IKON-Fensterstangenverschluss FSV. Unterstützt wird dieser aktive Einbruchschutz auch durch die Firma ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH. Dieser Schutz ist gerade wichtig in Urlaubsphasen sowie in den Herbst- und Wintermonaten. Diese Monate zählen nämlich zu den klassischen Einbruchzeiten.

Zwar wählen die Täter grundsätzlich Schwachstellen wie Fenster oder Türen aus, gelingt der Einbruch allerdings nicht innerhalb von zwei bis fünf Minuten, wird die Tat in der Regel abgebrochen und das nächste Objekt ausgesucht. Wer also einen Einbruch verhindern möchte, setzt auf mechanische und elektronische Sicherheit an Türen und Fenstern. Vorteile bieten die Unternehmen, die ihre Produkte ständig den gängigen Methoden der Einbrecher anpassen. Einen weiteren Schwachpunkt bilden ältere Schließzylinder, denn diese lassen sich durch einen Schlüsselprofi mit einer Kopierfräsmaschine leicht knacken.

Auch kann ein Schließzylinder durch die so genannte Schlagschlüsseltechnik manipuliert werden. Von daher sollten Fenster und Türen – wenn möglich – immer nachgerüstet oder zusätzlich abgesichert werden. Wer dagegen Sicherungstechnik aus einem Schnäppchen-Markt erwirbt, tut sich damit keine Investition für ein positives Sicherheitsempfinden. Wer auf effektiven Schutz setzt, sollte sich nicht nur an qualifizierte Errichterfirmen wenden, sondern auch auf VdS-, DIN- oder PIV-zertifizierte Produkte setzen.

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